Das Uth Wort der Woche

Sei mir gegrüßt!

Wenn dich diese Nachricht erreicht, dann weiß ich, dass du ebenfalls ein Suchender bist - kein Ignorant, wie die anderen. Diese kleingeistigen Episteme, die das Wissen der Uth nicht ernst nehmen. Sie wären primitiv, sagen sie. Sie wären der Erforschung nicht wert, denn was könne man aus ihrem Leben schon lernen. Und der Phönix der Süden? Er ist keinen Deut besser. Nicht einmischen sollen wir uns in das Leben und die Entwicklung der Uth, so wolle es der Geist.

Guter Mitwissender, solch Ansichten und Reden kann ich nicht teilen - ebenso wenig wie du. Deswegen ist es mir unter erheblichen Schwierigkeiten gelungen, das zu erbeuten, für das die Episteme keinen Nutzen haben und der Phönix kein Verständnis: Die Schriften von Tir'Bel'Sal. Sein Werk, das so viel über die Uth, ihre Sprache und ihr Leben zu berichten weiß. Die Legenden über dieses Buch sind nur im kleinen Kreise bekannt, doch ich konnte sie in Erfahrung bringen - und auch das Buch in meinen Besitz aus der Epistemthek. Die Diener der Weisheit werden es sicher nicht vermissen und meine Brüder und Schwestern wissen nichts darüber.

Dennoch ist das Risiko groß. So werde ich hier mein Wissen aus dem Buch teilen, doch zunächst anonym bleiben, bis die rechte Zeit gekommen ist. Ich werde den Namen des Autors dieses großartigen Werkes annehmen und so für die Mehrung unseres Wissens sorgen. Bis ich mich zu erkennen gebe bleibe ich ergebenst dein


Tir'Bel'Sal

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Das Uth-Wort der Woche - Teil 9

[Auf einem Stück Pergament findet sich folgende Notiz]

BaBeHa - (wörtlich) Gutes Wasser Guter Geist Hier

Dieses Wort hört man oft, wenn man sich mit den Uth beschäftigt. So begrüßen sie sich gegenseitig oder jemanden, den sie bereits kennen und der sich ihnen ausreichend vorgestellt hat. Wenn man einen der Uth bereits so gut kennt, dass man so begrüst wird, vertrauen einem die anderen des Stammes auch bald. Bevor man diese Begrüßung aber das erste Mal hört muss man sich den Uth aber zuerst einmal richtig vorstellen. Die Uth sind eher mistrauisch, wenn sich Fremde ihrem Lager nähern. Zum Glück sehen sie in uns Gäste ihrer Götter und solange man sich auch wie ein Gast verhält, sind sie erst einmal freundlich.

Einer ihrer Krieger wird dem Besucher entgegen treten und ihn mustern. Damit gibt der Uth dem Besucher die Möglichkeit ihn ebenfalls zu mustern und sich mit seinem Namen vorzustellen. Wenn man sich richtig verhält, wird sich der Uth ebenfalls vorstellen und einem Gespräch nicht abgeneigt sein. Es ist hilfreich sich am Anfang alleine den Uth zu nähern, sie sehen große Gruppen die einfach in ihr Lager einfallen nicht gerne und wissen das auch mitzuteilen.

Kennt man einen Uth bereits, wird er einen freundlich mit BaBeHa begrüßen und auch einfach den anderen Uth vorstellen.

Damit erhalten wir als Bedeutung:

BaBeHa - Hallo / Grüß Dich

Daneben gibt es noch weitere, förmlichere Arten der Begrüßung, die aber nur selten verwendet werden. Insbesondere gegenüber Fremden sind sie eher unüblich. Die wohl häufigste ist die Formulierung BalAhDa, die wohl eine Art höfliches Willkommen ausdrückt und wörtlich so viel heißt wie, GuteZukunftHierWeiblich. Mir ist auch nicht klar, wie das zu interpretieren ist.

Ich hoffe dem werten Leser ein wenig meines Wissen geteilt zu haben,

gezeichnet
Tir Bel'Sal
Erster Schreiber der Expeditionstruppen


[Anmerkung in einer anderen Schrift]

Ich verstehe dieses Ritual nicht, ich habe es ein ums andere Mal probiert, lange gewartet und einen guten Namen gewählt. Aber alles was ich von den Uth zu hören bekomme ist HiRu, HiRu und dann lassen sie mich stehen.

Das Uth-Wort der Woche - Teil 8

[Auf einem Stück Pergament findet sich folgende Notiz]

ToUmEt - (wörtlich) starkes Steinding Zauber

Dies ist ein weiteres 222 Wort, die Uth empfinden solche Worte als schön, deshalb hat es sich mich von Anfang an interessiert, als etwas von einem Uth solcher Art bezeichnet wurde. Der Uth trug einen kleinen Anhänger um den Hals, der offensichtlich aus Metall war. Für einen Uth ist das ein sehr ungewöhnliches Schmuckstück und er hat mir lange und ausführlich erzählt, dass er es im Wald gefunden hat.

Er fand ihn zwar nicht besonders schön, aber er meinte es läge ein Zauber auf dem Stein. Dann hat er ihn, um es zu demonstrieren, an den Schild eines Kämpfers neben mir gehängt. Der kleine Metallanhänger hielt tatsächlich wie von Zauberhand, unerklärlich, zumindest, wenn man keine Magneten kennt.

To ist das Wort für Kraft, Stärke und Macht, zusammen mit dem Wort Um für einen Stein ergibt das normaler Weise das Wort Tum für Metall. Der Uth hat es wohl nicht verwendet um deutlich zu machen, dass es kein Metall ist. Das Wort Et steht für einen Zauber oder Medizin, also hauptsächlich für die Rituale, die die Priesterinnen wirken. Insgesamt kein schlechtes Wort für ein Ding, das kein Uth je zuvor gesehen hat.

Damit erhalten wir als Bedeutung:

ToUmEt - Magnet

Auch wenn die Uth keine wirkliche Verwendung für einen Magneten haben, haben sie doch ein Wort dafür. Ich wüsste zu gerne warum.

Ich hoffe dem werten Leser ein wenig meines Wissen geteilt zu haben,

gezeichnet
Tir Bel'Sal
Erster Schreiber der Expeditionstruppen


[Anmerkung in einer anderen Schrift]

Ich wüsste zu gerne ob es genug von diesen Magneten gibt, um uns von Nutzen zu sein, aber das ist dem werten Sprachwissenschaftler mal wieder egal.

Das Uth-Wort der Woche - Teil 7

[Auf einem Stück Pergament findet sich folgende Notiz]

Ar’At - (wörtlich) Wasser angetan bekommen

Das ist für einen Uth ein wirklich bedrohliches Wort. Es setzt sich zusammen aus dem Wort Ar, das vieles bedeuten kann, am häufigsten wohl werden, angetan bekommen, erleiden und erfahren. Das muss nicht unbedingt negativ sein, aber da man hier der passive Part ist, schwingt immer etwas bedrohliches mit. Der zweite Teil At bedeutet Wasser, Gewässer, aber auch den Regen oder den Fisch. Generell haben die Uth ein zwiespältiges Verhältnis zum Wasser, kann es sie doch ihres Schutzes berauben. Ich persönlich halte das zwar mittlerweile für Aberglaube, denn wer sich Zeit seiner Lebens langsam versteinert, der wird auch durch ein wenig Wasser nicht auf einmal weich und verletzlich, aber diese Furcht ist tief in den Uth verankert. Zusammen ergibt sich also ein sehr bedrohliches Wort, dass man einfach mit “gewaschen werden”, übersetzen kann oder im Übertragenen Sinne als “sich läutern”.

Damit erhalten wir als Bedeutung:

  • Ar’At - sich selbst läutern / gewaschen werden

 

Ein Begriff den die Uth also für zwei gänzlich verschiedene Dinge verwenden und wieder dem Kontext, ihrer Mimik und ihrer Körperhaltung die Unterscheidung überlassen.

Dieses Konzept sich zu läutern oder sich helfen zu lassen, geläutert zu werden hat einen festen Platz in der Gesellschaft der Uth. Verfehlungen, die man gegen andere, die Gemeinschaft oder gar dem hoch herrlichen Phönix begeht, muss man nicht nur wieder gut machen, sondern es bedarf auch einem spirituellen Akt, einer Läuterung. Das kann eine einfache Entschuldigung sein, eine rituelle Waschung oder eine beliebige Strafe, die von der Hohepriesterin vergeben wird. Bisher konnte ich dies aber noch nicht beobachten.

Ich hoffe dem werten Leser ein wenig meines Wissen geteilt zu haben,

gezeichnet
Tir Bel'Sal
Erster Schreiber der Expeditionstruppen


[Anmerkung in einer anderen Schrift]
Ich habe eine Zweiform zu diesem Thema gehört:
Hii Pae
Ar At
was wohl so viel heißt wie:
“Wenn Du stinkst, wirst Du gewaschen.” Die Uth verwenden das im Sinne von “Selbst Schuld!”.

Das Uth-Wort der Woche - Teil 6

[Auf einem Stück Pergament findet sich folgende Notiz]

Be’Rei’Ba - (wörtlich) Gutes Geistzwillingswasser

Dieses Wort lässt sich nur schwer aus den einzelnen Silben zusammen setzen, der übliche Ansatz führt also hier nicht zum Erfolg. Betrachten wir die einzelnen Silben: Be steht für “Guten Geist”, Ba für ein “Gutes (ruhiges) Wasser” und Rei heißt “doppelt” oder auch “Zwilling”.
Man kann es vielleicht so herleiten, dass ein Geist, der seinen Zwilling im ruhigen Wasser findet auch immer gut ist. Anders ausgedrückt, wenn Geist und Wasser so gestaltet sind, dass sie einander ähneln, dann ist das Gut.
Der Geist oder eine Vorstellung von etwas wird ruhigem Wasser oder einer Situation dann ähnlich, wenn sie beide Aspekte, das geistige und das gegenständliche ausgleichen, sie also gleich werden.
Natürlich hilft es in diesem Fall wieder ungemein, wenn man diesen Begriff mit einem Uth durchsprechen kann.

Damit erhalten wir als Bedeutung:

  • Be’Rei’Ba - Gleichgewicht

 

Den Uth ist das Gleichgewicht, oder vielmehr die Erhaltung des Gleichgewichts sehr wichtig. Vor allem die Priesterinnen sehen in diesem Konzept einen Grundpfeiler ihrer Religion. Der Geist und seine Diener, der Phönix, streben nach dem Gleichwicht und damit sollte auch jeder Uth bestrebt sein das Gleichgewicht zu fördern.
Das Gleichgewicht nach dem ein Uth sucht hat viele verschiedene Facetten und ist für jeden Uth, wohl entsprechend seinem Charakter, ein wenig anders. Der eine strebt nach einem harmonischen Familienleben, ein anderer sucht sich selbst zu verbessern, ein dritter pflegt Pflanzen und Bäume der Inseln und eine Priesterin wird versuchen die Gemeinschaft selbst auszugleichen.
Einige der Priesterinnen sind in ihrer Suche nach dem Gleichgewicht erschreckend extrem. Sie würden nicht nur eine Situation zum Guten verändern, sondern auch eingreifen, wenn ihnen etwas zu positiv erscheint. Wenn ich die Erklärung richtig verstanden habe, dann würde eine Welt ohne Probleme zum Stillstand verdammt sein und damit dem Phönix nicht dienen.

Ich hoffe dem werten Leser ein wenig meines Wissen geteilt zu haben,

gezeichnet
Tir Bel'Sal
Erster Schreiber der Expeditionstruppen


[Anmerkung in einer anderen Schrift]
Ich würde eher sagen diese Priesterinnen sind verrückt und haben einfach nur Spaß daran Zwietracht zu sähen, wenn es ihnen zu ruhig wird. Jeder Anführer einer straff militärisch organisierten Einheit tut gut daran, seine Männer nicht mit den Priesterinnen alleine zu lassen.

Das Uth-Wort der Woche - Teil 5

[Auf einem Stück Pergament findet sich folgende Notiz]

Ana’Ta - (wörtlich) Drei Zwei

Die beiden Teile des Worts sind schnell erklärt: Ana ist das Wort für Drei und Ta ein Wort für Zwei. Die Zählweise der Uth ist wieder eines der Gebiete, bei denen der Phönix den Uth im Weg steht. Da sie keine Erlaubnis von den Uth erhalten haben, welche Anmaßung in diesem Satz mitschwingt, haben die Uth auch kein Wort für Vier. Deshalb gruppieren die Uth Dinge um sie als Summen von Eins, Zwei und Drei darzustellen. Die Uth haben übrigens noch ein zweites Wort für Zwei, Rei, was allerdings mehr im Sinn von Doppelt oder Zwilling gebraucht wird. Daneben gibt es noch drei Worte für Eins. Auf jeden Fall ergibt Drei und Zwei zusammen Fünf, ein wenig Gestik, in diesem Fall ein lässiges Wedeln mit den Händen, erklärt den Rest.

Damit erhalten wir als Bedeutung:

  • Ana’Ta - die Hand

Dieses Wort ist in soweit ein sehr gebräuchlicher Begriff bei den Uth, als sie die Hand als den arbeitenden Teil ihrer Selbst sehen und deshalb ihre Berufe mit damit zusammen gesetzten Wörtern bezeichnen. Zumindestens einige davon, ich habe noch nicht ergründen können, wann und warum sie einen anderen Begriff verwenden. Eine Magierin, die keine Priesterin ist, wird zum Beispiel als Ana’Ta’Et bezeichnet, aber nicht wenn sie auch heilt, dann ist sie eine Da’Et’Me, eine kleine Priesterin. Ein Ana’Ta’Tos ist ein Werkzeugmacher, aber kein Krieger, das ist ein Tos’Uth. Ach es gibt noch so vieles, was ich lernen, verstehen und erforschen möchte, doch die Zeit wird knapp. Wir werden den Wettstreit wohl nicht gewinnen können und die Insel bald verlassen müssen, der Phönix war sehr klar in diesem Punkt und lässt nicht mir sich reden.

Ich hoffe dem werten Leser ein wenig meines Wissen geteilt zu haben,

gezeichnet

Tir Bel'Sal

Erster Schreiber der Expeditionstruppen

[Anmerkung in einer anderen Schrift]

Das ist typisch Uth, da haben sie einmal ein einfaches Wort wie Hand und dann verwenden sie es um lauter mehrdeutige Begriffe damit auszudrücken. Was soll Ana’Ta’Ob jetzt wohl heißen? Fünf Bäume, fünf Hölzer, ein Förster oder jemanden der Holz bearbeitet?

Das Uth-Wort der Woche - Teil 4

[Auf einem Stück Pergament findet sich folgende Notiz]

Bo’Bao’Or - (wörtlich) Gutes Feuer Gutes Spiel Trinken

Hier haben wir ein Wort, bei dem man die Entstehung im Prinzip ganz einfach nachvollziehen kann. Dazu schauen wir uns zuerst die zentrale Silbe an:

  • Bao - Gutes Wasser Feuer
    Dies ist ein feststehender Begriff, dessen Ursprung sich mir entzieht. Auf jeden Fall bezeichnen die Uth damit Spiele und Wettbewerbe.

 

 

Zusammen mit der nächsten Silbe Bo, was wörtlich wohl so viel heißt wie Gutes Feuer, erhalten wir das Wort:

  • Bo’Bao - Gutes Feuer Spiel
    Vielleicht ist die Ähnlichkeit von Bo und Ob, dem Wort für Pflanze oder Holz, die zu der bei den Uth üblichen Bedeutung geführt hat, Essen.
  • Or - Feuer werden
    Die letzte Silbe Or steht gemeinhin für das trinken. Leider ist mir nicht klar warum.

 

Damit erhalten wir als Bedeutung:

  • Bo’Bao’Or - Fest, Feier

 

Eine kleine Warnung möchte ich dem Suchenden mit auf dem Weg geben. Die Worte Feier und Fest sind vielleicht ein wenig harmlos um den Zustand zu beschreiben, in dem sich ein feiernder Uth Stamm befindet.

 

Ich hoffe dem werten Leser ein wenig meines Wissen geteilt zu haben,

gezeichnet

Tir Bel'Sal

Erster Schreiber der Expeditionstruppen

 

[Anmerkung in einer anderen Schrift]

Das mit dem Feuer-werden als Wort für trinken ist kein Witz. Man muss sich nur klar machen, dass die Uth gegenüber den meisten Giften unempfindlich sind, um sich vorzustellen was bei so einem Fest getrunken wird. Ich kann die Teilnahme nur mit einem guten Heiler oder Alchemisten empfehlen, der die schlimmsten Nebenwirkungen abzumildern vermag.

Das Uth-Wort der Woche - Teil 3

[Auf einem Stück Pergament findet sich folgende Notiz]

Tos’El - (wörtlich) Kampf des entschlossenen Geistes

Um die genauen Bedeutung des Wortes zu ergründen kann man wie immer am einfachsten, wenn man nicht gerade einen Uth-Stamm zur Beobachtung hat, die einzelnen Silben betrachten. In diesem Fall kommt man damit aber leider nicht weiter, denn es handelt sich beide den Silben um eigene, feststehende Begriffe.

  • Tos - Männlich Feuer Machen
    Dies bezeichnet sowohl den Kampf, als auch die Waffen und Werkzeuge. Er setzt sich zusammen To, das für Kraft und Stärke steht und dem Laut s für Machen, also etwas mit Kraft machen.
  • El - Geist Bestimmt
    Dabei kann der Laut l für viele Dinge stehen, in diesem Fall muss man nach der Betonung und Gestik gehen und damit fallen die Nebenbedeutungen Zukünftig, Klar, Begrenzt und Mir Zugehörig weg und es bleibt der Bestimmte Geist übrig. Dabei ist Bestimmt im Sinne von Nachdrücklich gemeint.

 

Auch aus diesen einzelnen Silben kann man nicht wirklich auf die Wortbedeutung schließen. Hier kann einem nur ein Gespräch mit einem Uth weiterhelfen. Hier wird schnell klar, dass ein Tos’El immer auf einen Streit zwischen zwei männlichen Uth folgt und diesen dann schlichtet indem ein Gewinner bestimmt wird.

Damit erhalten wir als Bedeutung:

  • Tos’El - Duell

 

Ein Duell bei den Uth ist etwas besonderes, vielleicht gerade weil es so selten vorkommt. Das Duell folgt immer demselben Ritual und wird vom ganzen Uth-Stamm überwacht. Die beiden Kontrahenten stellen sich dafür unbewaffnet voreinander auf und beleidigen sich abwechselnd, als Antwort hat der Beleidigte einen Schlag frei, dem der andere nicht ausweicht. Das Duell geht so lange, bis das erste Blut fließt und damit den Verlierer kennzeichnet.

Alles in Allem eine erstaunlich friedliche Art mit Konflikten umzugehen, vor allem da dass Ergebnis vom Verlierer akzeptiert wird.


Ich hoffe dem werten Leser ein wenig meines Wissen geteilt zu haben,

gezeichnet
Tir Bel'Sal
Erster Schreiber der Expeditionstruppen


[Anmerkung in einer anderen Schrift]
Ich habe gesehen wie sich einer vom Lager der Urkraft mit einem der Uth angelegt hat. Ein Berg von einem Mann, aber er war kein Gegner für den Uth. Nach drei Schlägen war er mehr als froh endlich zu bluten und aufzuhören zu können. Der Uth hat nur gelacht, als er geschlagen wurde.

Das Uth-Wort der Woche - Teil 2

[Auf einem Stück Pergament findet sich folgende Notiz]

Tir Bel’Sal - Mein Name, ein glücklicher Zufall.

Es fällt mir ein wenig schwer über dieses Thema zu schreiben, denn ich würde nur zu gerne behaupten, dass mein gutes Verhältnis zu den Uth allein auf meinem diplomatischen Geschick, meiner Gelehrsamkeit und meiner Weltgewandtheit beruht, doch würde das nicht der Wahrheit entsprechen, denn einen großen Anteil hat wohl mein Name.

Wie groß ist doch der Zufall, der gerade mich zu den Uth schickt, mit genau der richtigen Kombination von Titel, Familiennamen und Namen. Um der Bedeutung des Namens genau auf den Grund zu gehen, müssen wir die Silben meines Namens einzeln betrachten.

  • Tir - Mann vom Wind getragen oder verweht
    Nach allem was ich weiß, müsste dieser Begriff eigentlich sehr negativ belegt sein, aber die Uth haben mir deutlich zu verstehen gegeben, dass dem nicht so ist. Der Begriff lässt sich wohl am Besten mit Reisender übersetzen und wenn ich auch keinen Uth getroffen habe, der gerne ein Reisender wäre, scheint es doch irgendwie mit den Phönix verbunden zu sein.
  • Bel - Guter Geist der Zukunft
    Auch dieser Begriff kann vieles heißen, von einer Erkenntnis oder etwas, das man lernen wird; genauso gut könnte es für einen wohlwollenden Phönix im nächsten Zyklus stehen. Für einen Namen, haben mir die Uth erklärt, ist die Bedeutung Erkenntnis die richtige Interpretation.
  • Sal - Bestimmtes Wasser Werden oder Machen
    Dies ist ein feststehender Begriff, den man einfach herleiten kann, wenn man einen anderen Begriff kennt, den der Zukunft Al. Die Zukunft machen oder werden, bezeichnet für die Uth "suchen".

 

Damit erhalten wir zusammen gesetzt, als Bedeutung für meinen Namen:

  • Tir Bel’Sal - Reisender, der die Erleuchtung sucht.

 

Wie man sich denken kann ist das ein Name, der von den Uth sehr gut beurteilt wird, vor allem da die Uth ihren Namen nicht selbst wählen, sondern von den ältesten des Stammes verliehen bekommt. Sie gehen wie selbstverständlich davon aus, dass auch alle Besucher ihren Namen auf diese Weise erhalten und sehen einen bedeutungsvollen Namen als Vorzeichen für ein bedeutungsvolles Leben.

Dazu kommt außerdem noch, dass bei den Worte mit drei Silben diejenigen als besonders wohlklingend und gebildet klingen, bei wenn jede der Silben aus drei Lauten besteht. Man kann also sagen, dass mein Name besonders gut geeignet ist um bei den Uth einen positiven ersten Eindruck zu erwecken.

Ich hoffe dem werten Leser ein wenig meines Wissen geteilt zu haben,

gezeichnet
Tir Bel'Sal
Erster Schreiber der Expeditionstruppen

[Anmerkung in einer anderen Schrift]

Das erklärt auch nicht in Ansätzen, warum keiner der Uth mit mir redet, nachdem ich mich mit meinem Namen vorgestellt habe:

Brian O’Teran

Das Uth-Wort der Woche - Teil 1

[Auf einem Stück Pergament findet sich folgende Notiz]

Mos - (wörtlich) einDingFeuerMachen

Dies ist ein schönes Beispiel für einen feststehenden Uth Begriff, an dem man viel über die Gedankengänge lernen kann, die hinter den auf den ersten Blick schwerer verständlichen Uth Worten stehen. Der aufmerksame Leser mag so manche Erkenntnis aus diesen Zeilen ziehen und sei zu eigenen Interpretationen und Gedanken angeregt. Einen Uth zu finden, der genug Geduld aufbringt um einem die einzelnen Schritte darzulegen, mag um vieles aufwändiger sein.

Der Wortstamm 'O' legt natürlich die Hauptbedeutung über das Konzept fest, aber wie das bei dem meisten festen Begriffen ist, muss man ein wenig tiefer nach der Bedeutung graben. Zerlegen wir das Wort erhalten wir 'm' 'O' 's', die gebräuchlichste Erweiterung für 's' ist natürlich 'As'. Also hat man mit OAs das Wort für Feuer machen. Schauen wir uns an was für Feuer man machen kann, HoOAs wäre ein großes Feuer, OtAs ein Lager-Feuer oder ähnliches und MeOAs ein kleines Feuer, vielleicht ein Streichholz. Da es nicht so viele vorangestellte Formen mit 'm' gibt erscheint 'Me' als der beste Kandidat und wir betrachten MeOtAs (KleinesDingFeuerMachen).

Natürlich weiß man als Beobachter der Uth, wie stark bei den Uth Feuer und Liebe verbunden sind, dann finden sich auch schnell die zwei wichtigsten Bedeutungen für diesen Ausdruck.

  • MeOtAs - Feuerspan entzünden, Funken Schlagen (wörtliche Bedeutung)
  • MeOtAs - jemanden zuzwinkern, jemandem schöne Augen machen (durch Mimik und Beobachtung)

 

Zusammengezogen wird der wichtigere der Beiden und wir erhalten:

  • Mos - jemandem den Hof machen, jemanden Avancen machen

 

Ich hoffe dem werten Leser ein wenig meines Wissen geteilt zu haben,

gezeichnet
Tir Bel'Sal
Erster Schreiber der Expeditionstruppen

[Anmerkung in einer anderen Schrift]

Das hilft mir immer noch nicht den Uth Witz zu verstehen, den sie mir seit gestern versuchen zu erklären:

AfOr RoHoUt RoOr
Ro DurUtAr Af
Ro DurAfLa Af
Ro Mos RaRuUt
RaRuUt HoAs HoAs