Wir ändern von jetzt auf gleich die Anreisezeit für Mittwoch von ab 14 Uhr auf ab 10 Uhr.
Durch die vermehrten Anfragen sind wir noch einmal in uns gegangen und denken, dass Ihr diese 4 Stunden mehr durchaus gebrauchen könnt.
Wer es noch früher braucht der soll bitte ein Frühanreiser Ticket (Dienstag ab 14:00 Uhr) buchen.
!Wichtig! Das Buchungssytem schliest am 27.08. um 00:00 Uhr Danach ist dies Conzahler.
Wir empfelen euch hier folgenden Flyer von der Jugendsiedlung Hochland:
http://www.jugendsiedlung-hochland.de/all/download/Jugendsiedlung_Fahrplan.pdf
Essenzen der Macht
Es gibt sie, diese Essenzen des Geistes. Jene Essenzen, die über den Sieg oder die Niederlage entscheiden.
Zuvorderst ist zu vermerken, dass die Essenzen, abgegeben beim Phönix, am Ende des Wettstreites darüber entscheiden, wer die Insel gewonnen hat. Dies ist eine der wichtigsten und essenziellsten Aufgaben der Essenzen. Doch die Essenzen können mehr.
Es heißt, dass man einige Dinge nur mit Hilfe von Essenzen erreichen kann – allen voran den Ersten Streiter, der eine nicht unerhebliche Menge davon benötigt, um sich letztendlich zum Ersten Streiter seines Hauses aufzuschwingen. Oder die Tränke aus dem Kelch des Hauses werden mit Essenzen herbei gerufen. Aber auch anderes kann man mit diesen flüchtigen Teilen des Geistes erwerben.
Flüchtig deswegen, da sie erlöschen, sobald man sie aus der Hand gibt. Nur körpernah getragen erhalten sie sich. So ist nicht weiter verwunderlich, dass die Essenzen verlöschen, wenn ein Kämpfer auf dem Schlachtfeld stirbt – die Essenzen reisen nicht durch die Asche, sondern verglühen mit dem Sterbenden. Auch kann man sie nicht einfach in seiner Schlafstatt aufbewahren. Sobald die Hände sie loslassen, sind sie erloschen. So ist es nicht verwunderlich, dass man allgemein annimmt, dass die Essenzen eine Aura brauchen, um nicht zu vergehen. Dem ist nicht gänzlich so. Es gibt Orte auf den Inseln, die eine Ausstrahlung haben, die dem einer Aura so nahe kommt, wie es ein Ort schaffen kann und doch erlöschen die Essenzen dort. Dafür gibt es wieder andere Bereiche, wo sich Essenzen wie aus dem Nichts zu materialisieren scheinen und die ebenso eine eigene Ausstrahlung haben. Ohne Aura keine Essenz. Aber wo eine Aura ist, muss nicht unbedingt eine Essenz erhalten bleiben. Das Ausprobieren und Experimentieren damit ist fragwürdig, weil da durch die kostbaren Essenzen verschleudert werden.
Doch es gibt einen Ort, an dem die Essenzen geschützt sind. Ein Platz, an dem sie von dem Aeon selbst erhalten werden. Der Platz des Hauses – ein Ort, der in jedem Lager eingerichtet sein soll, sein muss. Hier wacht der Aeon über die Essenzen, auf das sie nicht erlöschen. Der Altar verbessert nur noch diesen Schutz, bis hin zu einem Hüter, auf das niemand einfach so an den Essenzen bereichern kann.
So ist es jedem Lager angeraten, den Platz des Hauses und den Altar zu errichten, denn in einer Schlacht fallen viele und ebenso viele Essenzen würden dann erlöschen. Diese zu erhalten ist eine der Möglichkeiten viele Essenzen für den Sieg zu sammeln. Mehr sollte dazu nicht zu sagen sein.
Geliebte LiNoUt
warum schreibe ich dir einen Brief, den du doch niemals lesen wirst? Doch nur um die eigenen Gedanken zu ordnen und dem Chaos in meinem eigenen Herzen Herr zu werden und das hat nur eine Ursache... So schreibe ich diesen Brief doch für dich LiNoUt, auch wenn ich ihn dir heute Abend an unserem Baum nicht geben werde, sondern ich werde dir mit den begrenzten Worten der Uth zu erklären suchen, was ich empfinde.
Es ist ein grausamer Witz, dass ich, der ich mich mein Leben lang mit Worten beschäftige, jetzt keine finden kann, die dir mein Herz zu offenbaren vermögen. Ich hoffe meine Idee, die in den letzten Tagen gereift ist, wird dein Gefallen finden.
Bei den Uth gibt es eine spezielle Form der Lyrik, die sie verwenden, wenn ihnen etwas besonders wichtig ist. Ich bezeichne sie als 3x3 Form, es sind drei Zeilen mit je drei Worten, die nach Möglichkeit auch alle aus drei Silben bestehen sollten. Die Uth lieben diese Art sich auszudrücken, aber teilen sie, im Gegensatz zur 2x2 Form, nicht mit jedem. Sie hüten diese Gedichte wie einen Schatz, der von einem an den anderen Uth gegeben wird; eine sehr persönliche Geste also.
Daneben gibt es diese Form nur für religiöse oder wichtige Anlässe. Ich konnte einer der wenigen öffentlichen Rezitation einer 3x3 Form beiwohnen, sie war zu Ehren des ersten Kriegers verfasst, der ein Ho’Uth erschlagen hat. Ich habe sie nicht ganz verstanden und warum die Richtung dabei so wichtig war, deshalb ich werde mich in einer anderen Schrift damit eingehender beschäftigen.
Eindrucksvoll war auch eine Form zu Ehren des Phönix (FeuerGeist des Wassers):
OhEhAhd As Um
OhEhAhd As Un
OhEhAhd Las OhEhAhd
Der Phönix ist eins
Der Phönix sind viele (alles?)
Der Phönix wird immer der Phönix sein.
Aber ich schweife ab, ich wollte zu meiner Idee kommen dir eine 3x3 Form zu schenken und dir damit auch mein Herz. Nach langem, langem Überlegen kann ich jetzt auf das Ergebnis blicken und muss sagen es ist gut gelungen.
TirBelSal BaeBaoEh LiNoUt LiNoUt MeBoAs TirBelSal TirBelSal BeReiBa LiNoUt
Wie viel Zeit einen doch neun Worte kosten können und wie viel sie jetzt aussagen. Ich bin gespannt ob du meine Worte so verstehen wirst, wie ich sie gemeint habe: “Ich liebe Dich und wenn du mich ein wenig magst, dann ist alles gut.” Wobei ich mir bei den Worten “BaeBaoEh” (Gutes Spiel des Geistes) für Liebe und “MeBoAs” (kleines gutes Feuer tun) für Mögen nicht wirklich sicher bin. Auf jeden Fall nicht so sicher, wie ich es gerne wäre. Das Wort “BeReiBa” für Gleichgewicht ist aber sehr gut gewählt, für Uth ist das Gleichgewicht der Dinge wie eine Religion.
Was du mir wohl antworten wirst, heute Abend an unserem Baum. Ich hoffe auf so vieles, ich hoffe darauf das du wie ich empfindest und du mit mir kommen wirst, wenn wir diese Insel wieder verlassen. Es wäre überhaupt für alle Uth das beste, diesen schrecklichen Felsen im Meer zu verlassen, vor allem wenn sie je mehr sein wollen als ein Experiment des Phönix.
Vielleicht kannst du eines fernen Tages nicht nur meine Sprache sprechen, sondern auch diesen Brief lesen und ich werde ihn wirklich für dich geschrieben haben.
Ich möchte und hoffe so vieles und wage doch nicht daran zu glauben.
Die Zeit bis heute Abend wird lang werden.
Bis wir uns sehen.
Dein, Sal
Liebste Rosmerta,
ich weiß ich hab kein Recht Euch meine Aufwartung zu machen, aber mir bleibt nicht mehr lang auf diesem kahlen Stein. Ich hoffe mein Geschenk erzürnt Euch nicht all zu sehr. Ich bitte Euch nur, dass Ihr mein letztes Werk bei Euch behaltet.
Ihr ahnt es wohl schon, dass ich Euch beobachtet habe. Asche auf mein Haupt.
Es war nicht meine Absicht und ich ging auch nicht in die Wälder um Euch im Gebet zu stören. Doch als ich Euch im Mondenschein erblicken durfte, könnte ich meinen Blick nicht mehr von eurem Antlitz abwenden.
Ich habe nie so eine unnahbare Schönheit gesehen und ich schäme mich dafür, dass ich Euch hinterrücks begafft habe.
Ich hoffe Ihr erkennt in meiner Arbeit meine unzerstörbare Liebe zu Euch.
Warum ich Euch ein Stück Stein mit einem Brief übersende, mir bleibt wohl nicht mehr lange und es ist nicht gewiss, ob mein Körper durch die Asche wiederkehren kann.
Meine Berufung war es den leuchtenden Stein in Form zu hauen und mein Ende wird es sein, dass ich einer ehrlichen Arbeit nachgegangen bin. Dieser Sockel brachte mir den Tod und verdammt sei er in alle Ewigkeit.
Der einzige Lichtblick war es euren reinen Körper erblickt zu haben und von diesem flüchtigen Moment zerre ich die letzten Stunden meines Lebens, weil vielmehr bleibt mir wohl nicht.
Ich liege fern ab vom Lazarett in einem alten Verschlag im Wald und keiner aus meinem Lager traut sich noch in meine Nähe. Mein letzter Wunsch war es, dass man Euch diesen Brief mit samt der Statuette bringen möge.
Jetzt wo Ihr diese Zeilen erblickt, werde ich wohl mit dem Wächter darum ringen, ob ich Euch noch einmal erblicken darf, oder ob es endgültig für mich zu spät ist.
Wenn mein Körper es wiedererwartend schaffen sollte, aus der Asche wieder aufzustehen, werde ich auf Euch warten. Am halben Weg zu Eurem Garten, werde ich am Liebesbaum stehen und inständig drum beten, dass Euch mein Brief erhalten hat.
Der Verlauf meiner Krankheit ist so weit fortgeschritten, dass ich kaum noch etwas lesen kann, was ich da schreib...
Meine Finger zittern so, dass ich kaum mehr den Stift halten kann...
Verzeiht, die Blutflecken. Seit mir alle Haare ausgegangen sind, läuft mir immerwährend das Blut aus der Nase…
Wenn es aufhört zu bluten, dann ist es wohl vorbei mit mir… wir sehen uns auf der anderen Seite… oder an den Wurzel des Liebesbaumes…
Oder ich wache über Euch, bis Euer Weg Euch zu mir bringt...
Es tut mir Leid, dass ich Euch nicht mehr bieten kann, als meine immerwährende Liebe
Euer
Hensing Till Brechenthaler
Steinmetz seines Zeichens
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