Feuer meines Herzens
Seit dem Tag, an dem ich dich zum ersten Mal erblicken durfte, ist mein Herz entfacht und brennt seither lichterloh. Doch jede Nacht, in der ich alleine bin, fehlt mir die Wärme deines Herzens so sehr, dass mir die Luft zum Atmen fehlt, so wie dem jungen Spross die Erde zum Leben. Doch am Morgen, wenn die Sonne aufgeht und auf mich hernieder scheint, keimt die Hoffnung in mir auf, dass mein inständiges Bitten erhört wird. Ich hoffe jeden Tag, wenn mich meine Füße zur nächsten Schlacht tragen, dass ich deine liebliche Stimme hören darf und dass dein liebreizendes Wesen, die Sonne noch mehr zum Erstrahlen bringt. So treibt es mich immer und immer wieder in die Schlacht, in der Hoffnung, dass dein Blick mich findet und dein Lächeln mein Herz auf ein Neues zum Lodern bringt. Und so brennt es jeden Tag nur für dich! Deine Blicke geben dem Feuer in meinem Herzen die Nahrung und wie das Feuer das Holz verzehrt, so verzehre ich mich nach dir.
Mir ist klar, dass weder meine Taten, noch meine Worte die Kluft zwischen unseren Lagern überbrücken mögen. Doch sehne ich mich nach deiner Liebe so sehr, wie die Blumen jede Nacht die Strahlen der Sonne vermissen und wie die Sonne im tiefsten Winter das Blühen der Natur vermisst. Nun scheint es mir so, dass meine Liebe nie erwidert werden wird, wenn ich dir nicht mein Herz ausschütte. So mögen meine Worte nur ein Bruchteil dessen sein, was in meinem Herzen vorgeht. Jeder meiner Gedanken, denke ich nur, um ihn dir zum Gefallen zu gereichen. Und jede meiner Taten, tue ich nur für dich, um dir meine Liebe zu beweisen. Auch wenn diese in der Vergangenheit seltsame Formen angenommen haben mögen, so tat ich alles nur, weil mein Verstand über allen Wolken schwebt. Jeden Tag, an dem du meine immerwährende Liebe nicht erwiderst, bricht ein kleines Stück meines Herzens ab und die Essenz meiner Liebe scheint für immer verloren.
Meine Angst gilt dem Moment an dem nichts mehr von meinem Herzen übrig ist, weil mir dann nichts mehr bleibt in meinem Leben, als nur der Trümmerhaufen meines Herzens in meiner Brust. So sind die Bruchstücke meines Herzens, mir jetzt schon so schwer, dass ich die Last kaum mehr zu tragen vermag. Aber doch trage ich deinen Liebespfand immer an meinem in Einsamkeit zerbröckelnden Herzen, auch wenn du es in der Wut nach mir geworfen hast, habe ich im Glitzern deiner Augen das Feuer gesehen, dass schon seit einer Ewigkeit in meinem Innersten brennt. Mein Leben ist trostlos und leer, ohne deine Liebe. Ohne Dich an meiner Seite, ist mein Leben nichts wert. So zieht es mich in die Kühle des Waldes, um das Lodern zu besänftigen und um mein Leiden zu lindern. Zu meinen Göttern betend, werde ich auf allen Vieren dahin kriechen und an meinem Ziel werde ich ausharren, bis mein Flehen erhört wird. Die Essenzen meiner Liebe werden dir den Weg zu meinem Herzen weisen und dich zu dem Baum der ewigen Liebe führen.
In freudiger Erwartung, inständig hoffend und mit all der Liebe, die ich aufbringen kann.
Dein dich ewig liebender erster Recke
Auszug aus der Abteilung Liebesbriefe von Primum, angeblich vom ersten Streiter der Urkraft geschrieben für die erste Streiterin des Krieges, was aus dieser Liebe wurde, ist nicht bekannt.
Autor CaB
Der Phoenix des Südens hat seinen Darsteller für diese Festrolle für Inseln der Macht gefunden!!
Der Hausmeister der Episteme: Janis Janitor
Janis ist ein wirklich unangenehmer Zeitgenosse, er ist unfreundlich und führt sich manchmal auf wie der Rotz am Ärmel. Er kann einfach nichts wegwerfen. Und fürs Auge ist er eigentlich auch nicht wirklich was.
Warum der Phoenix den Hausmeister nicht schon längst gefeuert hat, wissen selbst die Episteme nicht.
Sie haben ihn im Laufe der Zeit zwar nicht lieben gelernt, doch schätzen sie seine hingebungsvolle Arbeit und sein Auge fürs Detail. Er ist nun mal der Mann fürs Grobe und das Mädchen für Alles und derjenige, der immer über alles Bescheid weiß. Er ist das Ohr am Munde des Phoenix und er ist das Sprachrohr für all jene, die die hochtrabenden Worte der Episteme nicht so ganz verstehen. Beim Phoenix der Asche geht er ein und aus und er kennt jedes Geheimnis.
Er hat zwar nur ein Auge, aber dafür ein Beutel voller goldwerter Essenzen und einen bunten Strauß der schrecklichsten Gerüchte und Geschichten auf Lager, die selbst die Episteme nicht lesen wollten.
Hallo zusammen,
Wir haben heute die letzte Karte bei den SCs zur 2. Staffel verkauft. Jetzt beginnt hier die 3. Staffel. Doch Achtung das ist kein Grund zum ausruhen. Auch die Lagerplätze sind wie ihr wisst begrenzt. Krieg ist bereits voll! Urkraft hat nur noch 1ne Karte frei. Chaos ist an der Hälfte Ordnung und Freiheit füllen sich täglich.
Ist ein Lager erstmal voll, können wir hier leider nichts mehr machen. Wir wollen ein schönes Spiel konstruieren und das geht nur wenn die Verhältnisse stimmen.
Weil Krieg schon 10 mehr als voll ist, und Urkraft nur noch eine Karte hat, erhöhen wir die SC Lager von 70 auf 80 Personen. D.h. Krieg 0 Plätze verfügbar, Urkraft jetzt wieder 11 Plätze verfügbar, Chaos ca 35 Plätze Ordnung und Freiheit jeweils ca 42 Plätze verfügbar.
Wir kommen euch dadurch hoffentlich einen Schritt weit entgegen.
Eine weitere Erhöhung bei den SC wird es dieses Jahr nicht mehr geben!!!
[Auf einem Stück Pergament findet sich folgende Notiz]
Tos’El - (wörtlich) Kampf des entschlossenen Geistes
Um die genauen Bedeutung des Wortes zu ergründen kann man wie immer am einfachsten, wenn man nicht gerade einen Uth-Stamm zur Beobachtung hat, die einzelnen Silben betrachten. In diesem Fall kommt man damit aber leider nicht weiter, denn es handelt sich beide den Silben um eigene, feststehende Begriffe.
Auch aus diesen einzelnen Silben kann man nicht wirklich auf die Wortbedeutung schließen. Hier kann einem nur ein Gespräch mit einem Uth weiterhelfen. Hier wird schnell klar, dass ein Tos’El immer auf einen Streit zwischen zwei männlichen Uth folgt und diesen dann schlichtet indem ein Gewinner bestimmt wird.
Damit erhalten wir als Bedeutung:
Ein Duell bei den Uth ist etwas besonderes, vielleicht gerade weil es so selten vorkommt. Das Duell folgt immer demselben Ritual und wird vom ganzen Uth-Stamm überwacht. Die beiden Kontrahenten stellen sich dafür unbewaffnet voreinander auf und beleidigen sich abwechselnd, als Antwort hat der Beleidigte einen Schlag frei, dem der andere nicht ausweicht. Das Duell geht so lange, bis das erste Blut fließt und damit den Verlierer kennzeichnet.
Alles in Allem eine erstaunlich friedliche Art mit Konflikten umzugehen, vor allem da dass Ergebnis vom Verlierer akzeptiert wird.
Ich hoffe dem werten Leser ein wenig meines Wissen geteilt zu haben,
gezeichnet
Tir Bel'Sal
Erster Schreiber der Expeditionstruppen
[Anmerkung in einer anderen Schrift]
Ich habe gesehen wie sich einer vom Lager der Urkraft mit einem der Uth angelegt hat. Ein Berg von einem Mann, aber er war kein Gegner für den Uth. Nach drei Schlägen war er mehr als froh endlich zu bluten und aufzuhören zu können. Der Uth hat nur gelacht, als er geschlagen wurde.
Gerüchte, die in der geheimen Abteilung der Gerüchte weggeworfen wurden:
Auf der Insel der Uth gibt es einen braunen Vogel, der manchmal gelbe Federn hat. Er wird bei den Uth Do’Iht genannt, was gelber Vogel heißt, aber auch Sonnenvogel heißen könnte. Gesehen hat man ihn selten und wenn dann sah man nur gelbe Federn, die zu Boden tanzten. Angeblich paaren sich die Männchen so lange mit verschiedenen Weibchen, bis sie im wahrsten Sinne des Wortes vom Stangerl fallen. Dieser Vogel scheint beim Volk der Uth sehr heilig zu sein. Die Uthpriesterinnen schmücken sich gerne mit ihren gelben Federn. Es ist strengstens verboten den gelben Vogel zu jagen oder gar töten. Berichte besagen, dass eine Uthpriesterin einem Vogelmörder einmal eine Hand abschlagen lies, oder ein Bein, so genau kann man es nicht sagen.
Böse Zungen behaupten, wenn eine Uthpriesterin ihre Arme ausstreckt und zu tanzen beginnt, sie irgendwie genauso aussieht, wie so ein gelber Vogel. Aber dass ist sicher nur so ein Gerücht.
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